Parodontologie

Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des gesamten Zahnhalteapparates. Die Folgen können verheerend sein und reichen von Taschenbildung über Zahnfleisch- und Knochenschwund bis hin zum Zahnausfall. Parodontitis kommt bei 70% der Erwachsenen (Raucher haben ein 8-faches Risiko für Zahnverlust als Nichtraucher!) und bei 5-8% der Jugendlichen in leichten bis sehr schweren Formen vor und wird durch ganz bestimmte Bakterien ausgelöst. Durch Rauchen, bestimmte Allgemeinerkrankungen, wie z.B. Diabetes und bestimmte erbliche Faktoren kann die Erkrankung verstärkt werden. Im Laufe der Erkrankung bilden sich auf den Zahnwurzeloberflächen bakterielle Ablagerungen, die zu chronischen Entzündungen führen und auch das umliegende Gewebe zerstören können.

Im Rahmen einer Parodontitisbehandlung wird versucht, die Zahnwurzeloberflächen zu reinigen, zu glätten und die vorhandenen Erreger abzutöten. Da die Patienten in bestimmten Fällen ein den Kampf gegen die Bakterien unterstützendes Antibiotikum einnehmen müssen, werden die Bakterien vorab mittels eines Tests analysiert, um das richtige Medikament einsetzen zu können. Unerlässlich ist jedem Falle eine lebenslange Nachsorge - in Form von regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen.

Paradontitis ist ein Problem, welches sich nicht auf den Mundraum allein bezieht. So haben Patienten mit Parodontitis ein 25% höheres Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße, bei schwangeren Patientinnen kann eine untergewichtige Frühgeburt ausgelöst werden. Das Risiko, an einer schweren Form der Paradontits zu erkranken, kann heute durch Tests ermittelt werden. Ebenso gibt es geeignete Maßnahmen, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder zu verzögern – sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!